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Seit langer Zeit scheint hierzulande festzustehen, wie moderne, zeitgemäße Häuser auszusehen haben. So sollten sie kubische Formen haben, von überflüssigem
Schmuck befreit sein und möglichst kein steiles Dach haben. Endlose Glasfassaden sollen die Verschiedenheit von Innen und Außen aufheben. Allein das programmatische Weiß oder Grau sind erwünschte und erlaubte „Farben“. Die menschliche Wahrnehmung läßt sich offensichtlich in fast jedes noch so strenge Korsett pressen? Es ist nicht verwunderlich, dass gerade in unserer von visuellen und medialen Reizen überfluteten Zeit, die Ästhetik auf Reduktion setzt.
Doch trotz aller intellektuellen und ästhetischen Denkverbote ist die Sehnsucht nach traditioneller Architektur bei vielen Menschen vorhanden und gegenwärtig. Angesichts der fatalen Entwicklung im Städtebau seit der Moderne, die die gesichtslos monotone Stadt mit all den mittlerweile zu Tage getretenen sozialen Problemen begünstigt hat, ist es schon legitim über Alternativen nachzudenken. |
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